St. Hedwig

St. Hedwig

St. Hedwig

Der Architekt der Kirche, Dr. Michael Ludes (Recklinghausen) hatte es sich in den 1990er Jahren zur Aufgabe gemacht eine Kirche zu entwerfen, die in idealer Weise dem Geist des 2. Vatikanischen Konzils entspricht. Der Volk-Gottes-Theologie des Konzils sollte nun auch der moderne Kirchbau Rechnung tragen. In ihm soll deutlich werden, dass Jesus Christus gegenwärtig wird inmitten seines Volkes. Zur Umsetzung dieses Gedankens entwarf der Architekt eine Kirche, deren zentraler Bau die Form eines Achtecks (Oktogon) hat, welches sich nach Osten zu einer kleinen Apsis öffnet. Das Oktogon gilt im Christentum als Symbol der Auferstehung. Die frühen Christen sprachen vom 8. Schöpfungstag (am 7. Tag - Sabbat - ruhte Gott, am 1. Wochentag erstand Christus von den Toten). 


Die Architektur

Die äußere Architektur macht deutlich, dass das Oktogon in ein Quadrat eingebunden ist. Das Quadrat symbolisiert Vollkommenheit. Auf der Erde kann diese Vollkommenheit nie erreicht werden, weshalb die Südostecke „abgeschnitten“ ist.

Der Kirchbau hat eine Höhe von 20 m. Das Dach wird vom sog. Papstkreuz gekrönt. Es wurde für die Hl. Messe mit Papst Johannes Paul II. in der Senne anl. seines Deutschlandbesuches im Sommer 1996 von der Metallwerkstätte Walter Schneider (Schmallenberg-Heiminghausen) geschaffen. Das Kreuz diente als Bekrönung des Baldachins über dem Papstaltar.

 

Der Kirchturm

Der Kirchturm ist freistehend. Er sorgt für die nötige Spannung zwischen horizontalen und vertikalen Kräften.

Der 34 m hohe Turm ist von allen Himmelsrichtungen über den Dächern der Häuser auszumachen und bildet somit den sichtbaren Mittelpunkt des Stadtteils Auf der Lieth. Gekrönt wird die Turmspitze von einem von Walter Schneider geschaffenen Wetterhahn aus Edelstahl.

Die Kirche wurde am 9. März 1997 geweiht.

Zum Jahrtausendwechsel

bekam die Gemeinde ein aus fünf Glocken bestehendes Geläut, (Hersteller: Fa. Petit & Edelbrock, Gescher), welches in der Glockenstube des Turmes untergebracht ist.

Die Stadtteile Auf der Lieth und Kaukenberg haben damit eine einzigartige „Klangsilhouette“ erhalten.

Seit dem Weihnachtsfest 2003 ist der Kirchturm an allen vier Seiten mit einer beleuchteten Turmuhr versehen, so dass er auch in der dunklen Tageszeit ein unübersehbarer Orientierungspunkt ist.

Die Glocken

Seit alter Zeit dienen Glocken dazu, Zeichen zu geben und Menschen herbeizurufen. Auch in unserer Gemeinde laden die Glocken die Gläubigen zu den Gottesdiensten und zum privaten Gebet ein. Ferner schlagen sie von 8.00 - 20.00 Uhr die Uhrzeit.

  • Die Christusglocke als größte ist die Festtagsglocke und läutet bei allen großen Ereignissen mit.
  • Die Hedwigsglocke ist die Auferstehungs- und Sonntagsglocke und läutet deshalb sonntags mit.
  • Die Liboriusglocke ruft werktags zum Gottesdienst.
  • Die Marienglocke ist die sog. Angelusglocke und ruft täglich um 12.00 und 18.00 Uhr zum Angelusgebet.
  • Die Franziskusglocke als kleinste ist Tauf- und Kinderglocke.

Text: Benedikt Fischer, Pfr.